• Schüler*innen

    gegen Diskriminierung an unserer Schule

Christian Korte
Ehrenrat FC Augsburg
Pate der Mittelschule Fernpaß seit dem 29.05.2019

„Ich unterstütze Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage,
weil jeder Mensch „wertvoll“ und es „wert“ ist“

Seit dem Jahr 2019 sind wir, die Mittelschule Fernpaß, an dem deutschlandweiten Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beteiligt.

Wie wollen wir leben? In einer Welt, in der die Menschenrechte für alle gelten – oder in einer, in der es immer auch darauf ankommt, wo man herkommt, wie man aussieht und was man so hat oder nicht hat?

Gemeinsam mit den Schüler*innen der Mittelschule Fernpaß erarbeiten wir durch Schulprojekte, Gastvorträge und Exkursionen neue Ideen und Ansätze um den Rassismus in jeglicher Form den Kampf anzusagen.

Anne Frank Tag

Am 02./03. Dezember bekamen die Kinder der 6a unerwarteterweise ein Foto eines Mädchens zu sehen, das sie die nächsten zwei Tage näher kennenlernen sollten. Das Interesse der meisten Schüler*innen wuchs, da das Mädchen etwa dasselbe Alter wie sie selbst hatte. Als sie erfuhren, in welchem Jahr das Foto aufgenommen worden war, zeigte sich erstaunlich viel Vorwissen und Interesse zu einer Zeit, von der die meisten schon einmal gehört hatten, wohl aber nur bruchstückhaft. So wurden zunächst Schüler*innenbeiträge zusammengetragen und eingeordnet. Die Lehrkraft ergänzte diese und skizzierte ein kurzes Bild von der damaligen Gesellschaft und dem Aufwachsen der Anne Frank bis zur Aufnahme des Fotos. Um die Dauer des Aufenthalts in einem Zimmer über zwei Jahre zu verdeutlichen, ohne dabei die Stimmung zu bedrückend werden zu lassen, sollten die Kinder die Veränderungen des Schreibtischs nach zwei Jahren anhand zweier Fotos dokumentieren und sich der Frage stellen, warum die Änderungen von Anne wohl vorgenommen worden waren (Tagebuch, Fotografien,…).

Im nächsten Schritt gingen die Schüler*innen der Frage nach, warum Anne wohl zwei Jahre in ihrem Zimmer gelebt hatte. Dazu wurde das Medium des Tagebuchs in neuem Mantel als Videotagebuch präsentiert, um einen schnellen Eindruck über Hintergründe zu geben. Schnell zeigten sich die Maßnahmen der Nazis gegenüber Jüdinnen und Juden. Wiederholt erstaunlich war, wie viel Vorwissen einige Kinder hier bereits mitbrachten. Insgesamt kann konstatiert werden, dass das Prinzip der altersgerechten Perspektivübernahme den meisten Schüler*innen gelang und den Wert von Freiheitsrechten auch heute verdeutlichte.

Am Montag den 30.11.20 hatten wir in der Schule das Thema Anne Frank. Wir hörten die Geschichten über ihre Kindheit und wie sie sich in Deutschland zurechtgelebt hatte.

Wir hatten erfahren, dass Anne Frank in einer sehr schlimmen Zeit aufwuchs, wo Juden nicht geduldet wurden. Sie wurden immer mehr ausgeschlossen, so dass sie sich dann nach einiger Zeit sogar verstecken mussten, weil sie sonst in ein Konzentrationslager gebracht worden wären.

Es war eine schlimme Zeit und die Familie versteckte sich im Hinterhaus der Firma des Vaters Otto Frank. Sie wurden aber von ein paar Mitarbeitern versorgt, denn sie brachten ihnen Essen, Trinken und vieles mehr. Nach zwei Jahren im Hinterhaus wurden sie entdeckt und man brachte sie in ein Konzentrationslager.

Nach eineinhalb Jahren Arbeit starb ihre Schwester Margot Frank an einer Fleckenkrankheit. Kurz danach starb auch Anne Frank daran.

Ich fand das Thema ziemlich spannend und aufregend zu wissen, wie früher die Menschen so gelebt haben.

Adrian